Historie des Handwerks

Perlmuttmacherei

Die Anfänge der Perlmuttmacherei reichen zurűck bis in die Urzeit, was gefundene Geschirrstücke, Werkzeuge und Amuletts belegen. Muschel und Schneckenschalen waren ein gewöhnlicher Bestandteil des Menschenlebens. Weiche Teile dienten als Nahrung, Arzneien oder Farbmittel. Muschelschalen wurden als Zahlungsmittel, Becher und Dekorationen verwendet. Aus ihnen wurden Knöpfer und auch Schmuckstücke gefertigt. Sie wurden auch für das Verzieren von verschiedenen Gegenständen und Möbeln verwendet.

In Europa können wir Anfänge der Erzeugung von Knöpfen aus Perlmutt schon in dem viktorianischen England verfolgen. Danach folgte eine Erzeugungsentwicklung in Wien in der Zeit der Maria Theresia.

Im Tschechien wurde die Erzeugung ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert. Sie wurde von Herr Josef Žampach aus Wien mitgebracht, der sie dort erlernte.

Die Erzeugung entwickelte sich vor allem in Žirovnice und der Umgebung. Man verwendete Meeresperlmutt, in der Zeit ihres Mangels diente zur Fertigung von Knöpfen auch Flussperlmutt, die jedoch nicht so qualitativ war. Die Handfertigung wurde laufend mit der Maschinenfertigung mit Übergewicht von Handarbeit ersetzt. Diese Art wird bis heute angewendet. In den Jahren der Wirtschaftskrise stagnierte die Fertigung. Die Hersteller gingen zur Arbeit ins Ausland oder in andere Fachzweige. Eine weitere Senkung der Erzeugung hing mit dem Zweiten Weltkrieg zusammen, und danach mit dem Nationalisierungsprozess in der Tschechoslowakei. Die zentralisierte Fertigung entfernte sich schon von der künstlerischen Bijouterie-Bearbeitung. Das Naturperlmutt wurde durch kostengünstigeren Kunststoff ersetzt.

Bearbeitung von Rindhorn

Die Bearbeitung des Rindhorns ist auch ein altes Handwerk (Kammmacherei). Aus Hornstoff wurden nicht nur Kämme, sondern auch verschiedene Schmuckstücke und Knöpfer, Behälter für Schießpulver, Becher für Honigwein und Wein, u ä. erzeugt. Eine Farbskala des Hornstoffes ist breit, und man kann es auch zum Restaurieren und für Intarsien verwenden.

Nach dem Jahr 1989 kommt die alte Tradition wieder in die privaten Hände.

web